Geschichte - Veit Popp

Veit Popp
Softwareentwicklung - Simulation - Beratung
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Business
Pritsker

A. Allen B. Pritsker, Professor an der Purdue-University, West Lafayette, gründete 1972 die Firma Pritsker & Associates als Simulations-Software und Dienstleistungsunternehmen. Professor Pritsker war einer der wichtigsten Vordenker und Entwickler der Simulationstechnik. Von Professor Pritsker und seinem Unternehmen wurde eine Anzahl von Simulationssoftware-Systemen entwickelt, die auch heute noch als richtungsweisend gelten.
Ein Schwerpunkt der Arbeit von P&A war die Entwicklung von allgemeinen Simulationssprachen, unter anderem gehören dazu GASP, GERT, Q-GERT und als Weiterentwicklung die Sprache SLAM II, die auch heute noch unter dem Namen VisualSLAM die Basis des Simulationssystems AweSIM ist.
Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit von P&A war die Entwicklung von Datenbanken, Auswertungstools und Animationssystemen. So war das System TESS (The Extended Simulation Support System) das erste integrierte System mit Datenbank, Auswertungstools, Animation und graphischem Editor für Simulationssprachen. Es konnte nicht nur für die Simulationssprachen und Systeme von P&A, wie SLAM II oder MAP/1, eingesetzt werden, sondern auch zum Beispiel mit GPSS/H.
Der dritte Schwerpunkt der Arbeit von P&A war die Entwicklung von dedizierten Simulationssystemen, zum Beispiel von Fertigungssimulatoren. Hier sind als wichtigste zu nennen: MAP/1, Schedsim, das spätere FACTOR, FACTOR/AIM und APS
Zur Weiterentwicklung und Vermarktung von Schedsim wurde Anfang der 1980er Jahre die Firma Factrol als Tochterfirma von P&A gegründet, die bis 1991 das ursprüngliche Schedsim zum FACTOR  weiterentwickelte. 1991 wurden die Firmen P&A und Factrol wieder fusioniert und es entstand die Firma Pritsker Corporation. Die Pritsker Corp. entwickelte aus FACTOR, MAP/1 und TESS das System FACTOR/AIM, das 1992 an den Markt ging und seitdem weltweit im Einsatz ist, zur Zeit in der Version FACTOR/AIM 9.0. Das ursprüngliche FACTOR wurde weiterentwickelt zu FACTOR/SDM, jetzt auch mit Datenbankanbindung und entsprechenden Auswertungstools.
Die Pritsker Corporation wurde 1997 von SYMIX aufgekauft, Professor Pritsker verstarb 2000.
SYMIX und Frontstep

Die Firma SYMIX wurde Anfang der achtziger Jahre als reines Systemhaus für ERP-Systeme gegründet. Bis Mitte der neunziger Jahre war das einzige und in mittelständischen Unternehmen in USA relativ erfolgreiche ERP-System des Hauses SYMIX das gleichnamige ERP-System „SYMIX“, zu der Zeit hauptsächlich auf der Basis von VAX und AS/400 Rechnersystemen. Mit der Hinwendung zu PC-basierten Systemen, hier unter dem Betriebssystem MS-Windows wurde SYMIX zu SyteLine weiterentwickelt, das heute dem „.NET“ Standard von MicroSoft entspricht.
Um eine nahtlose Integration der Simulationstechnologien und von APS in SyteLine zu ermöglichen, übernahm SYMIX 1997 die Firma Pritsker Corporation als weltweit führenden Anbieter auf diesen Gebieten.
SYMIX hat immer großen Wert auf eine kontinuierliche Weiterentwicklung seiner Systeme gelegt, was aber vom Markt nicht immer so gut wie gewünscht aufgenommen wurde. Um sich neu am Markt zu positionieren wurde SYMIX im Jahre 2001 in Frontstep umbenannt. Frontstep wurde 2003 von der Firma MAPICS übernommen.

MAPICS und Infor

In den 70er Jahren wurde von IBM eine Reihe von ERP-Systemen entwickelt, unter anderem COPICS und MAPICS. Diese Systeme erreichten eine weite Verbreitung allein schon über die Marktpräsenz von IBM und die Verbreitung von IBM-Computern. Als sich IBM von diesem Geschäftszweig in den 80er Jahren trennte, übernahm eine Gruppe ehemaliger Manager und Entwickler von IBM die weitere Vermarktung, Entwicklung und Pflege des Systems MAPICS unter diesem Label.

MAPICS hat auch heute noch die weiteste Verbreitung auf AS/400 Systemen von IBM. Das System selber wird auch nur noch für diese Systeme angeboten. Inzwischen läuft es jedoch auch unter dem Betriebssystem Linux als Java-basiertes System.

Da MAPICS keinerlei Entwicklungsanstrengungen hin zum Windows und „.NET“ unternommen hat, jedoch auch ERP-Systeme in diesem wachsenden Markt anbieten will, übernahm MAPICS zu Anfang des Jahres 2003 die Firma Frontstep.

Mit der Firma Frontstep erwarb MAPICS auch die Rechte an den Entwicklungen von Pritsker, die aber von MAPICS selber, das sich auf sein Kerngeschäft mit ERP-Systemen konzentrieren will, nur als Komponenten der ERP-Systeme angeboten werden. Zwar wurden die Software-Pakete weiterhin gepflegt und weiterentwickelt, jedoch nur noch von Partnern als eigenständige Systeme vermarktet. MAPICS selber hatte keinen Geschäftsbereich „Simulation“ wie vorher noch Frontstep.

Mitte 2003 wurde MAPICS von der Firma Infor, einem weiteren Anbieter von ERP-Systemen, übernommen. In der Folge dieser Übernahme wurde die weitere Entwicklung und Pflege der Simulationswerkzeuge eingestellt. Seit 2006 gibt es keinerlei Unterstützung der Kunden mehr durch Infor.
Simulationsservice Veit Popp

Als im Jahr 2003 die Firma Frontstep von MAPICS und MAPICS nur wenige Monate später durch Infor übernommen wurde, wurde der mit Frontstep übernommene Geschäftsbereich Simulation als eigenständiger Bereich eingestellt. Deshalb verließ ich zum 01.10.2003 die Firma Infor und begann meine Kenntnisse und Fähigkeiten als Freiberufler mit Schwerpunkt Simulation zu vermarkten. Dabei setzte ich zunächst auf Dienstleistungen rund um die Pritsker-Produkte FACTOR/AIM, FACTOR/SDM und SyteAPS. Ich unterstützte die deutsche Infor-Niederlassung in Dortmund (heute SCM-Solutions) beim Vertrieb dieser Produkte. Unabhängig davon führte ich Schulungen für diese Produkte durch, unterstützte die Anwender beim Einsatz und bei der Anpassung dieser Produkte und führte Simulationsprojekte mit FACTOR/AIM durch. Bei einigen der von mir akquirierten Kunden führte ich FACTOR/SDM und SyteAPS ein.

Ein solcher Kunde war auch die Franz Hof GmbH, ein "Lohnschneider", der sich auf den Zuschnitt von Edelstahl-Blechen mittels Lasertechnik spezialisiert hatte. Die Einführung von SyteAPS bei Hof war ein so überwältigender Erfolg, dass in der Folgezeit eine Ausweitung auf die folgenden Bereiche ins Gespräch kamen:

  1. Stärkere Integration der Mitarbeiter in die Arbeitsvorbereitung durch online-Anbindung ("HelFerLi"©)
  2. Entwicklung eines blechspezifischen BDE-Systems ("PSL-BDE")
  3. Entwicklung einer blechspezifischen Produkt- und Auftragskalkulation
  4. Integration von BDE und Kalkulation mit der APS-Terminierung

Die Kalkulation habe ich für Hof in Zusammenarbeit mit der Firma BSK als Erweiterung des ERP-Systems SEMIRAMIS realisiert. Leider zeigte sich dabei schnell, dass die Vorgabe "maximal 30 Sekunden für Kalkulation und Terminierung pro Auftragsposition (ohne eigentliche Konstruktion)" in diesem Umfeld nicht erreichbar war.

Aus diesem Grund entschloss ich mich, eine Software zu entwickeln, die dieses zu leisten im Stande ist. Mitte 2006 fand ich in der Firma Messer Cutting & Welding einen kompetenten Partner, der als Hersteller von Brennschneidanlagen über einen guten Ruf verfügt und auch ein eigenes CAD-System mit Namen OmniWin entwickelt hat und vertreibt.

Messer Cutting & Welding hat Mitte 2008 diesen Geschäftsbereich an die Firma Messersoft verkauft.
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